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Schutz­brief gegen weib­li­che Genitalverstümmelung

In Deutsch­land ist die weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung ein Ver­bre­chen, das zu einer Gefäng­nis-Stra­fe bis zu 15 Jah­ren füh­ren kann. (§ 226a des Straf­ge­setz­buchs – StGB)

Weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung ver­letzt die Men­schen­rech­te und hat lebens­lan­ge kör­per­li­che und psy­chi­sche Fol­gen für die betrof­fe­nen Mäd­chen und Frauen.

Auch in Deutsch­land ist weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung ein The­ma: etwa 75.000 Frau­en leben hier, denen eine sol­che Ver­stüm­me­lung ange­tan wur­de; geschätzt mehr als 20.000 Mäd­chen müs­sen befürch­ten, dass ihnen eine sol­che schwe­re Kör­per­ver­let­zung ange­tan wird.

SCHUTZBRIEF gegen weib­li­che Genitalverstümmelung

Mit dem 📥 Schutz­brief gegen weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung infor­miert die Bun­des­re­gie­rung über die Straf­bar­keit in Deutsch­land, auch wenn die weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung im Aus­land vor­ge­nom­men wird. Es dro­hen bis zu 15 Jah­re Haft. Wei­ter­hin wird über den mög­li­chen Ver­lust des Auf­ent­halts­ti­tels infor­miert. Durch die­se kon­kre­ten Infor­ma­tio­nen sol­len Fami­li­en auch auf Rei­sen davon abge­hal­ten wer­den, eine Geni­tal­ver­stüm­me­lung an ihren Töch­tern durch­füh­ren zu las­sen. Er soll ihnen Argu­men­te auch gegen den gesell­schaft­li­chen und fami­liä­ren Druck in den Her­kunfts­län­dern an die Hand geben.

📥 Schutz­brief in Ein­fa­cher Sprache
📥 Schutz­brief in Englisch
📥 Schutz­brief in Französisch
📥 Schutz­brief in Farsi
📥 Schutz­brief in Kurmandschi
📥 Schutz­brief in Somali
📥 Schutz­brief in Swahili

📥Schutz­brief in ande­re Spra­che herunterladen

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Senio­ren, Frau­en und Jugend hat den Schutz­brief in ande­ren Spra­chen der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht.

Sind Sie von einer weib­li­chen Geni­tal­ver­stüm­me­lung betrof­fen oder jemand, den Sie ken­nen, benö­tigt Hil­fe und Beratung?

Sie errei­chen uns tele­fo­nisch (Mo bis Do – 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr)
oder über unser Kon­takt­for­mu­lar.
Für eine schnel­le­re Erreich­bar­keit geben Sie ger­ne (optio­nal) Ihre Tele­fon­num­mer mit an.

Sie kön­nen auch:

  • die Poli­zei (Ruf­num­mer: 📞 110) anru­fen oder
  • Gewalt gegen Frau­en 📞 08000 116 016 (kos­ten­lo­se Bera­tung in 18 Spra­chen)
  • Ihr zustän­di­ges Jugend­amt in Ihrem Wohn­ort anrufen
    In Karls­ru­he
    All­ge­mei­ner Sozia­ler Dienst des Jugendamtes
    📞 0721 936 – 67 010
    📞 112 (außer­halb der Geschäftszeiten)

Was ist weib­li­che Genitalverstümmelung?

Bei einer weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung wer­den bei meis­tens jun­gen Mäd­chen die äuße­ren und /oder inne­ren Scham­lip­pen und Kli­to­ris ganz oder teil­wei­se abgeschnitten.
Bei der extre­men Form wird sogar der Ein­gang der Vagi­na fast zugenäht.

Die Mäd­chen kön­nen dabei sehr viel Blut ver­lie­ren. Es kön­nen lebens­ge­fähr­li­che Pro­ble­me ent­ste­hen, die zum Tod füh­ren.

Eine weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung hat oft die­se Aus­wir­kun­gen:

Frau­en haben für die Dau­er ihres Lebens Schmer­zen und psy­chi­sche Probleme.
❗Sie haben Pro­ble­me bei Gebur­ten und chro­ni­sche Entzündungen.

Eine weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung kann meis­tens nicht rück­gän­gig gemacht werden.

Was sind die Stra­fen und Fol­gen der weib­li­chen Genitalverstümmelung?

Die weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung (Fema­le Geni­tal Muti­la­ti­on – FGM) ist ein Verbrechen,
das zu einer Gefäng­nis-Stra­fe bis zu 15 Jah­ren füh­ren kann.
Das gilt für alle Täter und Täte­rin­nen mit deut­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit. Dabei ist egal, ob eine weib­li­che Geni­tal­ver­stüm­me­lung in Deutschland
oder im Aus­land durch­ge­führt wird.

Per­so­nen sind Täter oder Täterin,
➡️ wenn sie eine FGM durchführen,
➡️ wenn sie bei einer FGM helfen,
➡️wenn sie eine ande­re Per­son beein­flus­sen, damit sie eine FGM durchführt,
➡️ oder wenn sie eine FGM erlauben.

Wenn das Opfer Deut­sche ist oder einen fes­ten Wohn­sitz in Deutsch­land hat, dann sind alle Täter und Täte­rin­nen von Gefäng­nis-Stra­fe bedroht.

 

Zielgruppe: Alle
Diese Veranstaltung ist kostenfrei
FGM/C – Zen­tra­le Anlauf­stel­le Baden-Württemberg
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